Pressemitteilung vom 23.09.2022

Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Die Bahnhofsmission ist eine christliche Hilfsorganisation mit kostenlosen Anlaufstellen an 105 Bahnhöfen in Deutschland. Bahnhofsmissionen bieten ihre Hilfe grundsätzlich jedem Menschen anonym und kostenlos an, wobei religiös motivierte Seelsorge nicht immer im Vordergrund steht, sondern eher praktische Handreichungen ungeachtet der eigenen Weltanschauung. Das Hilfsangebot variiert dabei sehr stark. Es reicht von kleineren Hilfen über Reisehilfen bis hin zu verweisenden sozialen Hilfen.

Karl Heinz Ferstl hat in seinen verschiedenen Positionen und Funktionen bei der DB Station&Service AG die Belange der Bahnhofsmission an den Bahnhofsstandorten - weit über seine beruflichen Aufgaben hinaus - stets mit besonderem Augenmaß berücksichtigt. Das betrifft z.B. die Unterstützung bei der Auswahl von Räumlichkeiten in den Bahnhöfen, den pragmatischen und unkonventionellen Umgang mit Modernisierungs- und Ausrüstungsmaßnahmen oder die Zuwendung von Spenden, die aus betrieblichen Veranstaltungen an  die Bahnhofsmission überreicht werden konnten.

Zudem kann beispielhaft erwähnt werden, dass er die gesamten Geldgeschenke anlässlich seines 60. Geburtstages der Bahnhofsmission übergeben hat. Er hat regelmäßig an den alle zwei Jahre stattfindenden Eh renamtstagen der bayerischen Bahnhofsmissionen und an der jährlichen Träger- und Leitungskonferenz teilgenommen und war dabei stets an den Anliegen der Bahnhofsmission interessiert und um Lösungen bei Problemen bemüht, wie z.B. Bereitstellung von Handys für die Bahnhofsmissions-Mitarbeiter, Intervention bei Konflikten an den Bahnhöfen und vieles mehr. Seit März dieses Jahres (nach seinem Ausscheiden aus seiner beruflichen Funktion) engagiert er sich beratend im Vorstand von Bahnhofsmission Deutschland e.V. und bringt hier seine Expertise ein, unterstützt bei der Strategieplanung sowie bei der operativen Umsetzung vor allem bei der Zusammenarbeit mit der DB und anderen Bahnpartnern.

Auch als Mitglied beim Rotary Club Nürnberg-Sebald hat sich Karl Heinz Ferstl langjährige Verdienste erworben. Rotary ist eine weltweit agierende Organisation, deren Mitglieder sich dem selbstlosen Dienst an der Gesellschaft und der Wohltätigkeit widmen. Herr Ferstl ist seit über 15 Jahren ein aktives und engagiertes Mitglied. Er war langjähriger Sekretär und wird im Jahr 2021 als Nachfolger von Herrn Professor Dr. Frieder R. Lang das Amt des Präsidenten des Rotary Clubs Nürnberg-Sebald übernehmen. Herr Ferstl wirkt als Stiftungsrat der Clubstiftung „Jugend und Chance" mit, die in den vergangenen Jahren weit über 50.000 Euro für gemeinnützige Zwecke zur Verbesserung der Situation notleidender Kinder und Jugendlicher ausgeschüttet hat. Zu den Projekten der Stiftung gehörte die Finanzierung und Betreuung von traumatisierten minderjährigen unbegleiteten Geflüchteten, die Förderung von Kommunikationstrainings in Grundschulen, die in sozialen Brennpunkten liegen und das Projekt „Musik macht stark", aus dem auch das Projekt „Klasse im Puls" hervorging.

Darüber hinaus engagiert sich Karl Heinz Ferstl in vielen weiteren Sozialprojekten des Rotary Clubs Nürnberg-Sebald, wie z.B. der langjährigen Förderung des Wichernhauses Altdorf der Rummelsberger Diakonie, wo z.B. für die körperlich behinderten Jugendlichen Tablets  gefördert wurden. Ein weiteres bedeutsames Sozialprojekt ist die „Mobile Buchwerkstatt", die der Rotary Club der Stadt Nürnberg seit 2014 bereitgestellt hat und seit mehr als fünf Jahren kontinuierlich fördert.

Über diese Projekte hinaus setzt sich Karl Heinz Ferstl seit vielen Jahren engagiert und mit Nachdruck für die Pflege des Brauchtums ein und hat zu diesem Zweck schon mehrfach rotarische Veranstaltungen organisiert, bei denen auch erhebliche Spenden für Einrichtungen — wie z.B. das Haus am Habsberg (Umweltbildungs- und Regionalentwicklungszentrum des Landkreises Neumarkt i.d.OPf.) gesammelt werden konnten.

Herr Ferstl hat zudem seit 2012 das Amt des 1. Vorsitzenden des Krankenpflegevereins der Hofkirche Neumarkt inne. Mit großem zeitlichen Engagement bemüht er sich um neue Mitglieder, sammelt Spenden und organisiert große Verkaufsaktionen, deren Erlöse voll an den Verein weitergegeben werden. Auch Vorträge über gesundheitliche oder rechtliche Themen mit Ärzten und Personen aus dem öffentlichen Leben werden von ihm mit Bedacht und Kompetenz ausgerichtet.

Herr Karl Heinz Ferstl ist Mitglied bei der Kolpingsfamilie Neumarkt. Bei den Passionsspielen Neumarkt, die von der Kolpingsfamilie veranstaltet werden, hat er - trotz großer beruflicher Verpflichtungen - 1999, 2009 und 2019 seine Freizeit geopfert, um hier aktiv mitwirken zu können. Die gesamten Erlöse der Veranstaltungen kamen auch hier gemeinnützigen Einrichtungen zu Gute.

Herr Ferstl engagiert sich seit vielen Jahren mit herausragendem persönlichen Einsatz in vorbildlicher Art und Weise zum Wohle der Allgemeinheit.