Landkreis Neumarkt

Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue oder BT) war in Deutschland von 2009 bis Dezember 2018 in Folge vorrausgegangener Zwangsimpfungen verschwunden. Übertragen wird sie durch kleine blutsaugende Insekten, den Gnitzen, die zumeist durch die Winde weitergetrieben werden und sich in ihrer Vermehrung nur durch schlechtes Wetter zeitweise ausbremsen lassen. BT ist nur auf Wiederkäuer und nicht auf den Menschen übertragbar!

   FAQs zur Blauzungenkrankheit

 

Seit Dezember 2018 wurde das Virus mehrmals in Baden Württemberg festgestellt – zuletzt in Rems-Murr-Kreis. Infolgedessen kamen die 7 Gemeinden Berching, Mühlhausen, Sengenthal, Freystadt, Postbauer-Heng und Pyrbaum in diesen nach Osten erweiterten Sperrbezirk

  Allgemeinverfügung zur Festlegung einer Sperrzone zum Schutz gegen die Blauzungenkrankheit - 21.02.2019

 

Dem folgenden Link können Sie die Ausbreitung in Bayern entnehmen:

  Übersicht der Restriktionszone in Bayern

 

Wenn Sie außerhalb des Sperrgebietes liegen, haben Sie hinsichtlich innerdeutschen Verbringen und Blauzungenkrankheit keine Auflagen.

Wenn Sie innerhalb des Sperrgebietes liegen, sind die Auflagen abhängig von dem Zielort.

 

  Regelungen für die Verbringung von Wiederkäuern aus BT-Sperrzonen in BT-Virus-freie Gebiete


Befindet sich der Zielort auch im Blauzungen-Sperrgebiet, füllen Sie die folgende Tierhaltererklärung aus und schicken Sie diese per Fax Nr. 09181/470-6921 an das Veterinäramt Neumarkt i. d. Oberpfalz.

   Tierhaltererklärung zur Verbringen innerhalb des Sperrgebietes

 

Ist der Zielort außerhalb des Blauzungenkrankheit-Sperrgebietes, haben Sie keine Schwierigkeiten, wenn Ihre Tiere über einen Impfschutz verfügen, die Impfungen in HiTier eingegeben wurden und von der entsprechenden Tierhaltererklärung begleitet werden:

  Tierhaltererklärung zum innerstaatlichen Verbringen geimpfter Schafe oder Ziegen (Einzeltiere)

  Tierhaltererklärung zum innerstaatlichen Verbringen geimpfter Schafe oder Ziegen (Wanderschafherden)

 

Sollten Ihre Tiere allerdings keinen ausreichenden Impfschutz gegen die Blauzungenkrankheit haben, gibt es grob zwei Möglichkeiten:

1. Die Tiere gehen direkt zu einen Schlachthof. Sie überprüfen Ihren Bestand auf das Freisein von klinischen Symptomen, bestätigen die nachfolgende Tierhaltererklärung und übergeben diese dem amtlichen Tierarzt des Schlachthofes:


  Tierhaltererklärung innerstaatliche Verbringung von Schlachttieren

2. Die Tiere gehen in einen anderen Tierbestand. In diesem Fall müssen Sie Blutproben nehmen und auf das Blauzungenvirus untersuchen lassen. Sollten die Tiere frei sein, müssen Sie innerhalb 7 Tage nach der Blutprobenentnahme, versehen mit Vektorenschutz, den Zielort erreicht haben.

 

  Regelungen für die Verbringung von Wiederkäuern aus BT-Sperrzonen in BT-Virus-freie Gebiete

Untersuchungen für das Verbringen empfänglicher Tiere aus BTV-Restriktionszonen in freie Gebiete (Handelsuntersuchungen) dienen nicht der Ermittlung einer anzeigepflichtigen Tierseuche i.S.d. § 5 Abs. 3 TierGesG. Somit steht dem Tierhalter die Wahl der Untersuchungseinrichtung grundsätzlich frei. Es ist jedoch sicherzustellen, dass die untersuchende Einrichtung die Diagnoseverfahren anwendet, die das nationale Referenzlabor (FLI) vorgibt.

Somit können Handelsuntersuchungen in privaten Laboren durchgeführt werden , sofern die notwendigen Voraussetzungen (Zulassung nach Tierseuchenerreger-VO, Akkreditierung, Verwendung der vom FLI vorgegebenen Diagnoseverfahren) eingehalten werden.

Bisher galt der HIT-Eintrag eines negativen BTV-Untersuchungsergebnisses durch das LGL gleichzeitig als Nachweis einer durchgeführten Repellentbehandlung. Diese Kopplung wurde zum 15.04.2019 aufgehoben.

Dies bedeutet, dass ab sofort nachfolgende Tierhaltererklärung im Fall von Rindern mitzuführen ist:

  Tierhaltererklärung für ungeimpfte Rinder aus BTV- Sperrgebiet in freie Gebiete

 

Hinsichtlich der Repellentien –Anwendung gibt es gegenwärtig den nachfolgend aufgeführten Sachstand:

  BTV-Repellentien gegen Gnitzen

 

 

  Bayer. Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit informiert zur Blauzungenkrankheit